Kategorie: Aktuelles

Teilnahme an EECERA Conference in Estland

23rd EECERA Conference: Values, Cultures and Contexts
28.08 – 31.08.2013, in Tallinn, Estland

Mitarbeiterinnen des KidS-Projektes „Kinderschutz und Kindergarten“ nahmen an der diesjährigen internationalen Konferenz für frühe Kindheit European Early Childhood Education Research Association (EECERA) teil.

Tallin-EECERA-2013_klein

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Welt nutzen die Konferenz regelmäßig als Plattform für einen Austausch von Praktikern und Forschenden über Themen der Frühpädagogik. Neue Forschungsprojekte werden vorgestellt, Ergebnisse aus laufenden Projekten präsentiert und über Implementierung bzw. den Transfer von Erkenntnissen berichtet. EECERA gilt als die größte und wichtigste Konferenz für frühkindliche Forschung in Europa und darüber hinaus und will als Netzwerk die Kommunikation zwischen Forschung, Praxis und Politik vorantreiben.

Tallin, die Hauptstadt von Estland und 2011 Kulturhauptstadt Europas, empfing die Gäste mit sommerlichen Temperaturen, und eine besondere Würdigung der Konferenz stellten u.a.  die Begrüßungsworte des Bürgermeisters der Stadt Tallin und des estnischen Ministers für Erziehung und Forschung dar.

Einen wichtigen, authentischen  Einblick in die Praxis ermöglichte der Besuch eines estländischen Kindergartens. Marike Veisson,  Professorin für pre-school pedagogy an der Universität in Tallinn, knüpfte an die Praxiseindrücke an und berichtete in ihrem Vortrag  über die Entwicklungen im Elementarbereich Estlands. Sie vervollständigte damit das Bild über Historie, Gegenwart und Zukunft, über pädagogische Ziele und politische und strukturelle Rahmenbedingungen.

Weitere Vorträge und Diskussionsrunden fanden unter anderem zu Themen wie Demokratie im Kindergarten, Well-being, Kinderrechten, die Bedeutung der Elementarpädagogen und die Gestaltung des Übergangs in die Schule statt.

Recherche zum Thema Misshandlung in Kitas

Der Kindergarten – Ein unsicherer Ort für Kinder?

Die Diskussion um den dringend notwendigen Schutz der Kinder vor der unkontrollierten Macht und Gewalt der Erwachsenen bekam in den letzten Jahren neue Anlässe durch die Aufdeckung von Fällen systematischen sexuellen Missbrauchs in pädagogischen Organisationen und an anderen bis dahin als „sicher“ und „gut“ geltenden Orten wie der Kirche oder den Sportvereinen.

Die Diskussion um potentiell „unsichere Orte“ der Kindheit hat den Kindergarten noch nicht erreicht. Die bislang aufgedeckten Beispiele von Machtmissbrauch und extremer körperlicher und psychischer Gewalt im Kindergarten gelten weiterhin als Ausnahmen und werden als atypisch für diesen weiblich strukturierten Ort angesehen.

Die in den folgenden Dokumenten zusammengefasste Recherche spricht eine andere Sprache.

PDF – Fall Schnelsen

PDF – Fall Altenburg

PDF – Fall Trossingen

PDF – Fall Hamburg